Zu Besuch bei Herrn Nilsons costaricanischen Verwandten in Manuel Antonio

Ein Besuch im Nationalpark Manuel Antonio, nur wenige Kilometer von Quepos entfernt, zählt zu den absoluten Must-Do’s in Costa Rica. Angeblich ist der kleine Park der schönste im ganzen Land. Nun, die weitere Reise wird das noch zeigen.

Den Park kann man auf gut ausgeschilderten Wanderwegen erkunden. Einer der Wege führt den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt. Den will ich natürlich erklimmen. Aber eigentlich ist es viel zu heiß dafür. Eigentlich ist es für alles viel zu heiß. Und während sich die Schweißtropfen zu kleinen Rinnsalen verbinden und schlussendlich ein einziger nasser Film meinen ganzen Körper bedeckt, frage ich mich was eigentlich passiert wenn man dieser Hitze zu lange ausgesetzt ist. Kann man sich auflösen, bis am Ende nur noch eine kleine Pfütze von einem übrig ist? Oder fängt das Blut an zu kochen? Und wenn ja, explodiert man irgendwann, weil der Druck nirgends entweichen kann? Vermutlich ist es eine Kombination aus beidem. Wenn man alles Wasser aus dem Körper ausgeschwitzt hat, verpufft der ausgemergelte Rest mit einem kleinen „Puff“, eine kleine Staubwolke schwebt davon und das war es dann. Diese Theorie will ich dann doch nicht näher erforschen und schütte literweise Wasser nach. Wirklich gelohnt hat sich der Aufstieg zum Aussichtspunkt dann auch nicht.

Der Park hat mehrere Strände, zu denen man teilweise sehr steil absteigen und hinterher selbstverständlich auch wieder aufsteigen muss. Und hier spielt sich wieder ein ähnliches Szenario in meinen Gedanken ab. Muss man denn wirklich jeden Traumstrand mit den eigenen Füßen betreten haben? Würde es nicht ausreichen sich ein Foto von solch einem wirklich wunderschönen romantischen Strand anzusehen und seiner Phantasie freien Lauf zu lassen? In der Phantasie könnte man die Temperatur regeln, man könnte sich die ganzen anderen Touristen weg denken und beispielsweise eine romantische Zweisamkeit daraus machen, etc., etc. Vielleicht heißt es deshalb auch „Traumstrand“, weil er nur im Traum wirklich traumhaft schön ist.

Aber nun genug gejammert! Die Strände sind wirklich traumhaft schön. Und trotz des Besucherandrangs, findet man doch recht einsame Abschnitte. Und hier findet man sie endlich, die Artenvielfalt. Kleine Totenkopfäffchen und Waschbären treiben ihr Unwesen am Strand. Faultiere sitzen faul in ihren Astgabeln. Winzige Einsiedlerkrebse krabbeln gar nicht einsiedlerhaft in großen Kolonien am Strand. Schmetterlinge in allen Farben und Formen, darunter auch ein nahezu handtellergroßes azurblaues Exemplar, flattern umher. Brüllaffen und Vögel sorgen für ein angemessenes akustische Ambiente. Na also es geht doch – la pura vida!

Reisetipp auf Globalzoo: Nationalpark Manuel Antonio – einsame Strände & Totenkopfäffchen

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Ein Kommentar zu “Zu Besuch bei Herrn Nilsons costaricanischen Verwandten in Manuel Antonio

  1. Ich muss mal noch was berichtigen. Es gibt zwar Totenkopfäffchen in Manuel Antonio, aber die sind tatsächlich sehr selten. Vor allem sehr selten zu sehen. Der Affe auf dem Foto in meinem Beitrag ist allerdings ein Weißschulterkapuzineraffe. Sie springen überall im Park rum und sind auch anderswo in Costa Rica oft zu sehen.

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