Pura Vida und Popoweh in Rincón de la Vieja

In der Hängematte liegend, mit Blick auf die Pferdekoppel, kann ich über die vergangenen beiden Tage in der Rinconcito Lodge nachdenken. Weit weg von Verkehrslärm, ohne Handyempfang und Internet, in abgeschiedener ländlicher Idylle fällt mir dazu eigentlich nur eins ein: PURA VIDA! Jetzt ergibt das costaricanische Nationalmotto wirklich Sinn.

Das einzige was stört, sind die vielen Zecken. Fünf Stück hab ich mir gestern entfernt! Mal sehen wie viele es heute sind.

Auf Empfehlung einer anderen deutschen Touristen hab ich mich gestern zum Ausritt angemeldet. Über Stock und Stein, Wege die ich im Traum mit meinem Pferd nicht gehen würde, gings vier Stunden durch den Nationalpark. Fast nur im Trab. Autsch! Ein Hoch auf meinen gemütlichen baumlosen Sattel.

Ich frage mich wie lange die Pferde wohl diese Touren durchhalten? Und da erzählt mir mein ansonsten sehr schweigsamer Guide Alfonso, dass hier immer wieder mal Pferde von Pumas gefressen werden. In dem Fall ist es wohl auch egal!

Weil ich meinem Popo so eine Tour nicht noch einmal zumuten will, hab ich mich heute für eine Wanderung entschieden. Nur eine kleine Runde durch den Nationalpark, etwa drei Stunden. Ein schöner Rundwanderweg führt mich durch dichten Wald, vorbei an heißen stinkenden Quellen, blubbernden Schlammlöchern und einem Volcancito. Der Volcancito, also ein Vulkänchen, von dem ich schon so viel gehört hatte. Es sei ein richtiger Vulkan in Miniformat, der Lava spuckt. Das war wohl ein Traum. Der Volcancito ist lediglich ein kleiner Krater aus dem Dampf zischt. Nix mit Lava.

Hoppla, wo bin ich denn nun? Gerade noch stand ich in dichtem grünen Wald und plötzlich befinde ich mich in einer eher wüstenhaften Landschaft. Wie geht denn so was? Weggebeamt? Der Boden ist knochentrocken und rissig. Die Bäume haben auch schon mal bessere Zeiten gesehen. Und genauso plötzlich ist wieder alles grün. Und da, die Affen rasen durch den Wald! Die ganze Touristenbande brüllt … und weg sind sie, die Affen!

Und weil die halbe Welt ja so auf Thermalbäder, am besten in Naturpools, abfährt, test ich das heut auch mal. Als ich dann in dem heißen Wasser liege frage ich mich allerdings wieso? Ich bade noch nicht mal gern! Im Winter, von mir aus, wenn man so richtig durchgefroren ist. Aber wer braucht bei 30°C Außentemperatur ein Bad in noch heißerem Wasser? Also ich nicht. Damit mein Fahrer mir aber keine dummen Fragen stellt, auf die ich in Spanisch sowieso nicht richtig antworten kann, halt ich es einfach eine halbe Stunde aus.

Den heutigen Pura-Vida-Tag lass ich mit einem leckeren Abendessen, zubereitet von dem liebenswert glühenden Noel, und einem kühlen Bier ausklingen.

PURA VIDA!

Reisetipp auf Globalzoo: Nationalpark Rincón de la Vieja

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