Querida Merida – so langsam heißt es Abschied nehmen

– Reiseblog Mexiko 2008 –

Nach einem kurzen Zwischenstopp in dem gar nicht so schönen Villahermosa, bin ich für drei Nächte in meinem vorletzten Quartier meiner Mexikoreise, in Merida angekommen.

So in etwa tausendmal hatte ich gehört wie toll Merida sein soll. Und warum gleich nochmal??? Ich hab wohl vergessen nachzufragen, was die Stadt so besonders toll macht! Der wahnsinns Verkehr und die stickige Luft kann´s ja wohl nicht sein. Und wer gern alte Kolonialhäuser mag, sieht in Campeche schönere. Also, was macht diese Stadt zu einem Must-Do? Ist es die Lage, die die Stadt zu einem günstigen Ausgangspunkt für Ausflüge nach Chichen Itza und anderen Maya-Ruinen, den zahlreichen Cenoten oder dem Biosphärenreservat von Celestun macht? Oder fahren die Leute einfach mit einem guten Gefühl wieder weg, weil sie in einem chilligen Hostal in der Hängematte übernachtet haben und nette Leute kennengelernt haben?

Mein Hostal, das Nomadas, ist da auch echt mal ein Highlight unter den bisherigen. Ein kuschelig, lauschiger Platz in der sonst so lauten und hektischen Stadt! Praktisch auch weil sie Ausflüge organisieren.

Mittlerweile hab ich ja ein kleines Natur-Defizit, also hab ich mich entschlossen den Ausflug nach Celestun mit zu machen. Das war auch genau nach meinem Geschmack!

Das Reservat von Celestun, eine verzweigte Bucht am Meer, mit gerademal 80 cm tiefem Wasser und Mangrovenwäldern, ist ein Habitat für zahlreiche Vögel. Unter anderem gibt es eine riesige Flamingokolonie, die schon von weitem als pinker Streifen am Horizont zu erkennen ist.

Und so was hab ich ja noch nie gesehen, das Wasser ist blutrot! So klar, dass man auf den Grund sehen kann, aber total rot gefärbt. Natürlich wurde wild spekuliert was da die Ursache sein könnte, denn der Kapitän unserer kleinen Nussschale konnte/wollte keine Auskunft geben. Er war zu sehr mit dem Motor beschäftigt, warum auch immer! Ich habe vermutet, dass die rote Färbung von irgendwelchen Bakterien verursacht wird. Man konnte immer wieder Gasblasen aufsteigen sehen und es lag ständig ein dezent schwefliger Geruch in der Luft.

Zum Abschluss manövrierte uns der Kapitän in Formel 1-Manier in einen spektakulären Tunnel aus Mangroven.

Nach einem super Mittagessen in einem Restaurant am Strand von Celestun, konnten wir den Tag mit einem Bad im Golf von Mexiko ausklingen lassen.

Das war echt mal ein gelungener Tag!

Morgen geht´s auf zu meiner letzten Station, nach Cancun. Dann sind auch schon wieder vier Wochen Urlaub unter der schön warmen tropischen Sonne Mexikos zu Ende!