Semana Santa in Antigua/Guatemala

In Guatemala und den restlichen Ländern Mittelamerikas ist die Semana Santa/Karwoche ein religiöses Fest voller Freude und Aufregung. Einheimische Gläubige gedenken in dieser heiligen Woche dem Leiden Christi während der Kreuzigung sowie seiner Auferstehung. Guatemala Reisende, welche im März/April zu Besuch sind, dürfen dieses bunte Ereignis hautnah miterleben. In den Dörfern und Städten des ganzen Landes werden riesige Feierlichkeiten abgehalten mit farbenfrohen Paraden, extravaganten Festwagen und aufwändigen Kostümen. Dieses besondere Ereignis zieht Touristen aus der ganzen Welt auf ihren Reisen nach Mittelamerika an. Die Festivitäten finden ihren Höhepunkt in Antigua. Von Aschermittwoch bis Karfreitag sind die Straßen mit Einheimischen als auch Touristen gefüllt, welche die katholischen Prozessionen zur Erinnerung an das Leben und die Leiden Christi zelebrieren. Dabei tragen die Teilnehmer der Prozessionen purpurrote Gewänder zum Zeichen der Trauer, Buße und Sühne.

Semana Santa Antigua Guatemala

Einzigartig in Antigua ist die Tradition der “Alfombras de Acerrín”, die Blumenteppiche. Vor der Prozession wird in jeder Straße, durch die der Festumzug zieht, ein bunter langer Blumenteppich ausgelegt. Die Motive der farbenfrohen Teppiche sind meist römische, Kolonialmotive oder andere aus der Welt der Maya. Die Vorbereitungen dieser sorgfältig verarbeiteten Teppiche beginnen meist Monate vorher, jedoch werden sie erst kurz vor Eintreffen der Prozession frisch ausgelegt.
Am Morgen der Karfreitagsprozessionen wird die Schuldigsprechungen Jesus nachgeahmt: Beteiligte sind als Pontius Pilatus, römische Söldner oder Zuschauer verkleidet. Danach wird eine Christusstatue mit dem Kreuz auf seinem Rücken ins Sonnenlicht gehalten und durch die Straßen getragen. Nachmittags wird sie durch eine Figur des toten Jesus ausgetauscht. Diese einzigartigen Festlichkeiten, welche mit Prozessionen zum Einzug Jesu Christi in Jerusalem am Palmsonntag beginnen und den Start der heiligen Karwoche in Guatemala bestimmen, sind der Höhepunkt aller religiösen Feiertage des ganzen Jahres und in jedem Fall einen Besuch wert. Ausgesuchte Reiseveranstalter, wie z.B. der Lateinamerikaspezialist Holiday-n-Adventure, bieten im Rahmen ihrer Reisen nach Mittelamerika  organisierte Festivalreisen zur Karwoche nach Antigua an.

Die stille Trauer endet in Antigua am Ostertag und es wird gemeinsam gefeiert. Musik erklingt in den Straßen und Feuerwerke erleuchten den Himmel. Während der Karwoche sind die Schulen geschlossen und die Arbeit wird selbstverständlich nieder gelegt, damit alle die Feiertage genießen können. Reisende in Guatemala müssen sich zu dieser Zeit also auf abgeänderte Öffnungszeiten einstellen. Es empfiehlt sich, Unterkunftsmöglichkeiten insbesondere in Antigua rechtzeitig zu organisieren.

Gastbeitrag von Janina Kapitza für Sprachcaffe, einem Anbieter von Sprachreisen und unter der Marke „Holiday-n-Adventure“ auch speziell  Gruppenreisen mit über 25 Jahren Erfahrung.

Links:

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Quito – Pflichtprogramm

Es ist nun zwar schon ein paar Wochen her, aber den Beitrag zu Quito wollte ich euch nicht vorenthalten.

Die meisten Ecuador-Reisenden werden wohl in Quito ankommen. Bis Oktober noch mit spektakulärem Landeanflug über die Stadt. Dann wird aber endlich der neue Flughafen etwas außerhalb eröffnet. Und das ist auch gut so. Denn derzeit fliegen im Minutentakt die lauten Flugzeuge nur wenige Meter über die Häuserdächer, da der alte Flughafen praktisch mitten in der Stadt liegt. Arme Bewohner des nördlichen Quito.

Nur ob es nach der Eröffnung des neuen Flughafens wirklich soviel leiser wird, ist fraglich. Denn der verrückte Straßenverkehr bleibt. Die Straßen sind jeden Tag vollkommen verstopft. Täglich wird um die Wette gehupt. Die Busse sind da eine gute und günstige Alternative. Wären sie nur nicht immer so voll. Angst vor Nähe darf man wirklich nicht haben. Es lohnt sich manchmal einfach einen oder zwei Busse abzuwarten, der nächste ist möglicherweise nicht ganz so voll.

Quito hat eine außergewöhnliche Lage auf rund 2900 Meter in einem engen Hochtal. Die 1,4 Millionen Einwohner verteilen sich im 30 Kilometer langen und nur 2 bis 3 Kilometer breiten Stadtgebiet. Überragt wird die Stadt vom 4600 Meter hohen nicht aktiven Vulkan Rucu Pichincha. Mit einer Gondel, dem Teleférico, kann man den Berg auf 4000 Meter hoch fahren und eine sensationelle Aussicht auf die Stadt genießen.

Die Hauptattraktion in Quito ist jedoch die wunderschöne koloniale Altstadt, die 1978 als erste Stadt ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Klar, auch nicht fehlen darf ein Besuch des Äquator-Denkmals, Mitad del Mundo. Auch wenn es megatouristisch und nicht einmal der richtige Äquator ist, der echte liegt 200 Meter daneben, es ist einen Ausflug wert. Vor allem an Sonntagen. Mitad del Mundo ist am Wochenende auch bei den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel. In dem Dorf, das rund um das Denkmal gebaut wurde, lässt es sich gemütlich einkehren, es spielen Livebands zu denen die Einheimischen tanzen. Und wenn man Glück hat, so wie ich, findet auch noch ein Tanzwettbewerb traditioneller Tänze statt.