Costa Rica – Pura Vida! Ein Gastartikel bei Weltneugier

Vor der Fußball-weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war mir das kleine mittelamerikanische Land kaum ein Begriff. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft strahlte das Fernsehen eine Serie aus, in der alle teilnehmenden Länder vorgestellt wurden. Und ich muss gestehen, diese Serie interessierte mich weitaus mehr als die Fußballweltmeisterschaft!

Sie berichtete von einem kleinen Land in Mittelamerika, das zwischen Nicaragua und Panama liegt. An dessen traumhafter pazifischer und karibischer Küste seltene Schildkröten ihre Eier ablegen. Ein so kleines Land, das lediglich 0,03 Prozent der Landoberfläche der Erde bedeckt, aber 5 Prozent aller Lebewesen beherbergt. Ein Land mit tropischen Regen- und Trockenwäldern, in deren Flussläufen Kaimane und Krokodile faul am Ufer und Affen und Faultieren in den Ästen abhängen. Ein Land mit kühlen Nebelwäldern, in denen Kolibris durch die Lüfte surren. Ein kleines bergiges Land mit zahlreichen mehr oder weniger aktiven Vulkanen. Das Land aus dem Kaffee und Ananas kommt. Ein Land wo rote Aras so häufig sind wie bei uns Krähen.

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Vulkane Mittelamerikas

Vulkane faszinieren. Sie zeigen uns die gewaltigen Kräfte, die unsere Erde geformt haben. Manche sind schon vor langer Zeit erloschen, manche noch äußerst aktiv. Sie zeigen uns wie fragil unser Leben ist. Vulkanausbrüche lassen ganze Inseln explodieren und machen ganze Siedlungen dem Erdboden gleich oder können mit ihren gigantischen Aschewolken den Flugverkehr für Tage lahmlegen.

Vulkane faszinieren uns wegen ihrer perfekten Kegelform, womöglich noch mit einer weißen Schneekappe verziert. Vulkane faszinieren uns, weil wir sie nicht kontrollieren können.

Der pazifische Feuergürtel umspannt nahezu den ganzen Pazifischen Ozean von Neuseeland über Japan und der Westküste des Amerikanischen Kontinents. Eine 1500 km lange Kette von Mexiko bis Panama ist Teil davon. Allein in Mittelamerika gibt es um die 30 aktive Vulkan.

Einige von ihnen liegen in äußerst reizvoller Natur. Eine Besteigung führt meist durch verschiedene Vegetationszonen. Es empfiehlt sich jedoch einen Guide anzuheuern.

Guatemala

Wohl am bekanntesten in Guatemala ist der Atitlán-See mit den beiden erloschenen Vulkanen San Pedro und Tolimán und dem schlafenden Vulkan Atitlán. Der See liegt nahe der Hauptstadt und gilt als der schönste im Land. Die Besteigung des 3020 m hohen San Pedro wird als mittelschwer eingestuft, man sollte aber unbedingt einen Guide mit nehmen.

Wer die schwierige sieben bis acht stündige Besteigung des Acatenango geschafft hat, wird mit einem wahnsinns Blick auf die Vulkane Santa María, San Pedro, Tolimán, Atitlán und Tajamulco belohnt, natürlich nur bei gutem Wetter.

Dagegen für den „normalen“ Touristen einfacher, aber nicht weniger spektakulär, ist eine Besteigung des äußerst aktiven Pacaya. Hier brodelt ständig die Lava. In knapp zwei Stunden ist man auf dem immerhin 2552 m hohen Vulkan.

El Salvador

Zwar gerade einmal so groß wie Hessen, und damit das kleinste Land in Mittelamerika, besitzt El Salvador immerhin fünf aktive beziehungsweise schlafende Vulkane.

Touristisch ist El Salvador noch ein Geheimtipp, obwohl es seinen Nachbarländern in nichts nachsteht. Sonne, Strand und tolle Surfspots. Einige alte Mayastätten. Artenreiche Natur, Nebelwälder, Seen und selbstverständlich die Vulkankette.

Die beiden aktiven Vulkane Santa Ana und Izalco sind im Parque Nacional de los Volcanes (manchmal auch Parque Nacional Cerro Verde) zu finden.

Ganz in der Nähe zur Hauptstadt San Salvador liegt der schlafende Vulkan San Salvador inmitten des wunderschönen Parque Nacional El Boquerón. Perfekt für einen Tagesauflug kann man hier auf etwa 5 km Wanderwegen sensationelle Aussichten auf den Ilopango See und die Vulkane Santa Ana und Izalco genießen.

Nicaragua

Leider ist Nicaragua nach Haiti das zweitärmste Land Lateinamerikas, dennoch reich an Vulkanen. Es wird auch das Land der Tausend Vulkane genannt. Touristisch erschlossen sind die „tausend“ Vulkane jedoch noch wenig.

Volcán Concepción - Isla Ometepe, Nicaragua

Unweit der Hauptstadt Managua befindet sich der zweite Nationalpark des Landes, der Nationalpark Vulkan Masaya. Mit mehr als 20 km Wanderwegen bietet er viele Aussichten auf die Natur mit Orchideen, Papageien, Affen und die beiden Vulkane Masaya und Nindirí.

Der Vulkan Mombacho ist zwar schon längst erloschen, ein Besuch des Reserva Natural Volcán Mombacho lohnt aber trotzdem. Hier kommen Tier- und Pflanzenfreunde voll auf ihre Kosten.

Costa Rica

Der tropische Garten Eden Costa Rica bietet nicht nur eine berauschend üppige Flora und Fauna, sondern auch einige noch aktive Vulkane. Darunter mit dem Arenal einem der zehn aktivsten Vulkane weltweit. Theoretisch kann man nach Einbruch der Dunkelheit seine glühenden Lavaströme beobachten. Leider hüllt sich der Arenal aber die meiste Zeit in ein dickes Wolkenkleid.

Eine Straße führt bis zum Gipfel des 3432 m hohen Irazú mit seinem türkisfarbenem Kratersee. Selbst Busse fahren zum Hausvulkan der Hauptstadt San José. Besuchermassen sind hier inklusive.

Ebenfalls gut zu erreichen ist der Vulkan Poás. Bei klarem Wetter hat man auf dem 2704 m hohen Vulkan eine fantastische Sicht auf der einen Seite bis zur Karibik und auf der anderen Seite bis zum Pazifik.

Im Parque Nacional Rincón de la Vieja findet man den gleichnamigen Vulkankomplex. Der Nationalpark beherbergt eine reiche Pflanzen- und Tierwelt, sowie heiße Quellen und Wasserfälle. Im Las Pailas Sektor führt ein kurzer Rundwanderweg durch ein kleines aber geothermisch besonders aktives Gebiet. Hier blubbern Schlammlöcher, es stinken und dampfen heiße Schwefelquellen und Fumarolen.

Panamá

Zu guter Letzt wartet Panamá mit einem Vulkan auf.  Mit 3474 m ist der Vulkan Barú die höchste Erhebung des Landes.  Gefahrlos kann man im gleichnamigen Nationalpark wandern, denn der Vulkan schläft schon seit einigen hundert Jahren, und mit Glück den seltenen Paradiesvogel der Maya, den Quetzal erspähen.

Volcan Baru HDR

Nicht nur im Zoo zu Hause – der hellrote Ara

Jeder kennt ihn aus dem Zoo, den hellroten Ara. In Costa Rica wird er „lapa roja“ genannt, im englischen Sprachraum heißt er „scarlet macaw“.

Mit bis zu 90 cm Länge gehört er zu den größten Papageien. In Costa Rica gehört er leider zu den gefährdeten Arten. Trotzdem kann man hier und da kleinere Gruppen durch die tropischen Wälder fliegen sehen. Und das ist eindeutig viel cooler als diesen hübschen großen Vogel eingesperrt in einem Zookäfig zu betrachten!

Montones Regen in La Fortuna

Ankunft in La Fortuna beim Vulkan Arenal. Es regnet, nein, es schüttet. Es regnet Bindfäden! Es gießt wie aus Eimern! Die Wolken hängen tief, genauso wie meine Stimmung.

Nach drei Wochen strahlendem Sonnenschein und unglaublicher Hitze hatte ich vollkommen vergessen, dass es hier auch tropischen Regenwald gibt. Und der heißt so, weil? Richtig. Weil es ständig regnet.

Nützt nix, abwarten und Kaffee trinken, auf besseres Wetter hoffen und einen guten Plan für den nächsten Tag schmieden.

Neuer Tag, neues Wetter. Es regnet zumindest nicht mehr. Die Wolken hängen auch nicht mehr ganz so tief. Und auf geht es zu einer Touri-Ausfahrt ins Sumpfgebiet Caño Negro, weit im Norden, an der Grenze zu Nicaragua. Eine Fahrt von fast zwei Stunden.

Die rote Erde, die hier und da zwischen dem dichten Bewuchs hindurch funkelt, betont das ohnehin schon saftige Grün. Wir passieren riesige Ananas- und Zuckerrohrfelder. Ananas soweit das Auge reicht! Da fällt mir das spanische Wort montón ein. Ich liebe dieses Wort. Im Wörterbuch wird es mit Haufen übersetzt. Aber das wird diesem Wort in keinster Weise gerecht. Es wird verwendet, um unglaublich große Mengen von irgendwas zu beschreiben. Und das Beste, es gibt einen Plural, anders als Haufen, der bleibt immer gleich. Ein Haufen, zwei Haufen. Aber ein montón, zwei montones. Ich finde montón klingt nach einer riesigen Menge. Und es klingt auch besser als „ein Haufen Ananas“. Also, entlang der Straße gibt es Ananas und Zuckerrohr, und zwar montones!

Und neben den montones Ananas und Zuckerrohr warten riesige Lastwagen Marke USA darauf mit den montones beladen zu werden. Ich nehme an, das ist auch der Grund, warum die Straße durchgängig asphaltiert ist.

Am Ziel angekommen, werden wir nach einem kurzen Snack und Kaffee (im Preis inbegriffen, sowie das Mittagessen) auf Ausflugsboote verfrachtet. Überraschung! Ich dachte eigentlich, ich hätte eine Kanu-Tour gebucht. Hab ich da was falsch verstanden? Naja, ganz cool ist die Bootsfahrt auf dem Río Frío dann trotzdem.

Wir sehen unglaublich viele Tiere. Kaimane, die faul am Ufer rumliegen. Schlangenvögel, eine Art Kormoran, die ihr nasses Gefieder in der Sonne trocknen. Ja, es scheint die Sonne hier! Brüllaffen, die faul in den Bäumen abhängen. Gut getarnte Fledermäuse, die an einem Baum hängend schlafen. Irgendwie scheinen alle das süße Nichtstun zu genießen! Nur die Vögel und Schmetterlinge fliegen geschäftig umher.

Auf der Rückfahrt, vorbei an den montones, dann plötzlich „Vulkan, Vulkan!“. Das erste Mal sehen wir den Vulkan Arenal. Die Wolken haben sich mehrere Etagen nach oben verzogen und freudig erregt planen wir schon die nächtliche Besichtigung des Lava-Flusses.

Lange währt die Freude nicht. Es beginnt wieder zu regnen. Ich stehe wieder am Anfang. Abwarten und Cocktails trinken, auf besseres Wetter hoffen und einen guten Plan für den nächsten Tag schmieden.

Orchideenzauber im Nebelwald von Monteverde

Es geht auch anders in Costa Rica. Die Palmen sind überwiegend durch Nadelbäume abgelöst und die Temperatur ist deutlich gesunken. Der Bus quälte sich über die Schotterstraße auf rund 1000 m nach Santa Elena/Monteverde.

Das tut gut, mal wieder in gemäßigterem Klima zu sein. Tags ist es gerade so warm, dass man nicht schwitzt. Oder bin ich schon so an die Hitze gewöhnt, dass ich gar nicht mehr so schnell ins Schwitzen komm? Abends braucht man dann aber doch ein Jäckchen. Perfekte Temperaturen für einen erholsamen Schlaf.

Was gibt’s hier zu sehen und zu tun? Die Hauptattraktion ist ganz klar der Nebelwald. Eine unheimlich feuchte Angelegenheit. Aber es lohnt sich! Zu sehen gibt es zahlreiche Vögel, darunter auch der blau-grüne Quetzal. Zumindest theoretisch, denn durch den unheimlich dichten Bewuchs ist es gar nicht einfach die Vögel auszumachen. Aber hören geht immer. Und wären da nicht die riesigen Besucherscharen, könnte man auch noch viel mehr Tiere sehen. Die Orchideen stört das glücklicherweise nicht.

Lohnenswert ist auch der Besuch einer Kaffeeplantage in der Umgebung. Wobei es nicht einfach ist, die Plantage als solche zu identifizieren. Hier wird Bio-Kaffee in kleinen Kooperativen angebaut. Das heißt, um die Kaffeepflanzen zu schützen, pflanzt man dazwischen Bananen, Zitrusfrüchte und Zuckerrohr. Praktisch, so hat der Kaffeebauer seinen eigenen Obtsgarten.

Hier ist also der beste Ort, um das Mitbringsel Nummer 1 einzukaufen. Wie viel Kaffee darf man eigentlich einführen? Egal, in meinen Koffer passt sowieso kaum noch was rein.

Pura Vida und Popoweh in Rincón de la Vieja

In der Hängematte liegend, mit Blick auf die Pferdekoppel, kann ich über die vergangenen beiden Tage in der Rinconcito Lodge nachdenken. Weit weg von Verkehrslärm, ohne Handyempfang und Internet, in abgeschiedener ländlicher Idylle fällt mir dazu eigentlich nur eins ein: PURA VIDA! Jetzt ergibt das costaricanische Nationalmotto wirklich Sinn.

Das einzige was stört, sind die vielen Zecken. Fünf Stück hab ich mir gestern entfernt! Mal sehen wie viele es heute sind.

Auf Empfehlung einer anderen deutschen Touristen hab ich mich gestern zum Ausritt angemeldet. Über Stock und Stein, Wege die ich im Traum mit meinem Pferd nicht gehen würde, gings vier Stunden durch den Nationalpark. Fast nur im Trab. Autsch! Ein Hoch auf meinen gemütlichen baumlosen Sattel.

Ich frage mich wie lange die Pferde wohl diese Touren durchhalten? Und da erzählt mir mein ansonsten sehr schweigsamer Guide Alfonso, dass hier immer wieder mal Pferde von Pumas gefressen werden. In dem Fall ist es wohl auch egal!

Weil ich meinem Popo so eine Tour nicht noch einmal zumuten will, hab ich mich heute für eine Wanderung entschieden. Nur eine kleine Runde durch den Nationalpark, etwa drei Stunden. Ein schöner Rundwanderweg führt mich durch dichten Wald, vorbei an heißen stinkenden Quellen, blubbernden Schlammlöchern und einem Volcancito. Der Volcancito, also ein Vulkänchen, von dem ich schon so viel gehört hatte. Es sei ein richtiger Vulkan in Miniformat, der Lava spuckt. Das war wohl ein Traum. Der Volcancito ist lediglich ein kleiner Krater aus dem Dampf zischt. Nix mit Lava.

Hoppla, wo bin ich denn nun? Gerade noch stand ich in dichtem grünen Wald und plötzlich befinde ich mich in einer eher wüstenhaften Landschaft. Wie geht denn so was? Weggebeamt? Der Boden ist knochentrocken und rissig. Die Bäume haben auch schon mal bessere Zeiten gesehen. Und genauso plötzlich ist wieder alles grün. Und da, die Affen rasen durch den Wald! Die ganze Touristenbande brüllt … und weg sind sie, die Affen!

Und weil die halbe Welt ja so auf Thermalbäder, am besten in Naturpools, abfährt, test ich das heut auch mal. Als ich dann in dem heißen Wasser liege frage ich mich allerdings wieso? Ich bade noch nicht mal gern! Im Winter, von mir aus, wenn man so richtig durchgefroren ist. Aber wer braucht bei 30°C Außentemperatur ein Bad in noch heißerem Wasser? Also ich nicht. Damit mein Fahrer mir aber keine dummen Fragen stellt, auf die ich in Spanisch sowieso nicht richtig antworten kann, halt ich es einfach eine halbe Stunde aus.

Den heutigen Pura-Vida-Tag lass ich mit einem leckeren Abendessen, zubereitet von dem liebenswert glühenden Noel, und einem kühlen Bier ausklingen.

PURA VIDA!

Reisetipp auf Globalzoo: Nationalpark Rincón de la Vieja

Directo! Directo! – Der Weg ist das Ziel

Der Staub dringt durch die „Klimaanlage“ des Busses, der vor etwa 10 Jahren vielleicht mal in Deutschland im öffentlichen Nahverkehr unterwegs war. Und so oft hält er auch, öfter noch! Als Klimaanlage fungieren die weit geöffneten Fenster. Überall legt sich der Staub nieder, auch auf meiner Brille. Ich seh kaum noch was von der steppenartigen Landschaft, die an uns vorbei zieht. Aber ohne ist es auch nicht besser. Ich blinde Nuss!

Was war passiert? Der Tag begann noch gediegen in Montezuma mit leckeren Bananen Pancakes und einer Busfahrt nach Paquera. Brav chauffierte der Bus die Reisenden zum Fährhafen, weit außerhalb des Ortes. Dem Fährhafen von dem heute gar keine Fähre ablegt! Die Taxifahrer freuten sich in Aussicht auf ein super Geschäft mit den nun ratlos schauenden Touristen, denn die mussten zur anderen Fähre in Puerto Naranja transportiert werden. Alle Touristen sitzen also im selben Boot, bildlich gesprochen, denn das echte fährt ja nicht. Und so finden sich neue Reisegruppen zusammen. Meine neuen Reisegefährten kommen aus Norwegen. Björn der Musikproduzent, Olaf der Musikladenbesitzer und Havald, der nichts mit Musik zu tun hat, dessen Job kein Spaß macht, der aber Geld verdient, im Gegensatz zu den anderen beiden. Drei Fragezeichen in meinem Gesicht, aber genaueres will er mir nicht sagen. Lustig finden die drei allerdings, dass ich Chemielaborantin bin. Das ist doch bestimmt lustig wenn’s mal „Puff“ macht. Wenn die wüssten!

Und als der Taxifahrer hört, dass wir alle nach Liberia wollen, empfiehlt er uns die komplette Strecke mit dem Bus zu fahren. Das sei besser, meint er. Und so beginnt eine lange, staubige Fahrt in höchst unkomfortablen Bussen über die Nicoya-Halbinsel.

Wir zuckeln vorbei an Haciendas, lustigen Schlappohrkühen, Pferden ohne Mähne, dem Nationalbaum Guanacaste, durch Landschaft, die stellenweise mehr an Afrika erinnert.

Und jedem neu einsteigenden Fahrgast ruft der Busfahrer „Directo! Directo!“ entgegen. Was auch immer das in Costa Rica bedeutet, denn er hält trotzdem an jeder Ecke.

In Liberia endet die lustige Zweck-Reisegemeinschaft. Die Jungs fliegen am nächsten Tag wieder zurück ins kalte Norwegen. Und ich? Wiedereinmal heißt es geduldig sein und warten und warten. Erst nach einer Stunde kommt mein Abholservice. Mittlerweile ist es schon dunkel und der Weg zum Rincón de la Vieja Nationalpark führt eine Stunde lang über eine steinig staubige Straße, praktisch nur mit Jeep befahrbar.

Entschädigt werde ich für diesen anstrengenden Tag mit einem atemberaubenden Sternenhimmel und einer wunderschönen Sternschnuppe. Nun ist wieder alles gut! Der Weg ist eben das Ziel.