Cuenca – kühle Schönheit

 

Wer sich für Kirchen interessiert ist in Cuenca perfekt aufgehoben. Für alle anderen ist die Stadt nur bedingt spektakulär. Nicht dass die Stadt keinen Besuch wert wäre, nur mir reichten zwei Tage vollkommen aus.

Die Altstadt ist wirklich hübsch, besser als Quito, wie ich finde. Zudem ist Cuenca die Hauptstadt der Panamahüte. Die Rohlinge werden von Frauen in den umliegenden Dörfern geflochten und in der Stadt in zahlreichen Manufakturen fertiggestellt. (siehe: „Der Panamhut – oder besser gesagt: Der Ecuadorhut“). Die Auswahl an Formen, Farben und Mustern ist unglaublich. Und wer trotzdem nicht den passenden Hut findet, sucht sich einen Rohling aus, aus dem dann der persönliche Panamahut nach Wunsch und Maß gefertigt wird. Einen Hut in Standard-Qualität gibt es ab 25 US$, in Fino-Qualität kostet ein Hut bereits um die 50 US$.

Nahe der Stadt liegt der Cajas-Nationalpark, der sehr schön sein soll, aber nur wenn es nicht regnet, wie mir ein Einheimischer versichert. Gut, dann lass ich das mal, denn es regnet die letzten Tage häufig. Überhaupt, von Regen hab ich mittlerweile genug. Es scheint fast als werde ich vom Regen verfolgt! Seit Baños fast immer Regen! Und das während der Trockenzeit! Und dazu ist es in Cuenca ziemlich kalt. So kalt, dass selbst die lokale Presse meldet, dass es für diese Jahreszeit ungewöhnlich kalt ist.

Also genug gefroren, ab geht es an die Küste!

 

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Der Panamahut – oder besser gesagt: Der Ecuadorhut

Hats Wieso heißt der Panamahut eigentlich Panamahut? Der Sache wollte ich länger schon auf den Grund gehen.

Zum Glück gibt es die Profis von „360° Geo Reportage“, die sich auf nach Lateinamerika machten, um eine tolle Reportage darüber zu drehen.

Als erstes erfahren wir, dass der Panamahut eigentlich aus Ecuador kommt. In der strukturschwachen Andenregion leben vor allem die Frauen vom Flechten der Panamahüte. Aus dem etwas gröberen Stroh stellen sie in wenigen Tagen die günstigere Variante des Hutklassikers her.

An der Pazifikküste verrichten noch die letzten wahren Meister ihr Hutflechtwerk. Hier entsteht in monatelanger Arbeit der sehr fein geflochtene Montecristi-Superfino-Panamahut, für den Preise bis zu 10 000 Euro erzielt werden.

Die ganze Reportage ist im Internet unter http://videos.arte.tv/de/videos/360_geo_reportage-6320038.html zu sehen oder im Fernsehen auf ARTE am Freitag, 20. Januar um 12 Uhr und am Samstag, 21. Januar um 10 Uhr.

Beeindruckende Fotos aus der Reportage gibt es im Geo-Diapanorama.