Orchideenzauber im Nebelwald von Monteverde

Es geht auch anders in Costa Rica. Die Palmen sind überwiegend durch Nadelbäume abgelöst und die Temperatur ist deutlich gesunken. Der Bus quälte sich über die Schotterstraße auf rund 1000 m nach Santa Elena/Monteverde.

Das tut gut, mal wieder in gemäßigterem Klima zu sein. Tags ist es gerade so warm, dass man nicht schwitzt. Oder bin ich schon so an die Hitze gewöhnt, dass ich gar nicht mehr so schnell ins Schwitzen komm? Abends braucht man dann aber doch ein Jäckchen. Perfekte Temperaturen für einen erholsamen Schlaf.

Was gibt’s hier zu sehen und zu tun? Die Hauptattraktion ist ganz klar der Nebelwald. Eine unheimlich feuchte Angelegenheit. Aber es lohnt sich! Zu sehen gibt es zahlreiche Vögel, darunter auch der blau-grüne Quetzal. Zumindest theoretisch, denn durch den unheimlich dichten Bewuchs ist es gar nicht einfach die Vögel auszumachen. Aber hören geht immer. Und wären da nicht die riesigen Besucherscharen, könnte man auch noch viel mehr Tiere sehen. Die Orchideen stört das glücklicherweise nicht.

Lohnenswert ist auch der Besuch einer Kaffeeplantage in der Umgebung. Wobei es nicht einfach ist, die Plantage als solche zu identifizieren. Hier wird Bio-Kaffee in kleinen Kooperativen angebaut. Das heißt, um die Kaffeepflanzen zu schützen, pflanzt man dazwischen Bananen, Zitrusfrüchte und Zuckerrohr. Praktisch, so hat der Kaffeebauer seinen eigenen Obtsgarten.

Hier ist also der beste Ort, um das Mitbringsel Nummer 1 einzukaufen. Wie viel Kaffee darf man eigentlich einführen? Egal, in meinen Koffer passt sowieso kaum noch was rein.