Ergreifend und traurig schön schreibt Vallartina über die schlimmste Dürre seit 70 Jahren im Norden Mexikos.

Que Onda?

Die Flut rollt hoch diese Nacht. Die Brandung bricht sich am Strand, an der Mole. Laut ist sie, gewaltig, so gewaltig, dass sie mich nicht schlafen lassen will. Fast regelmässig kommen die  Wellen, zerschellen mit einem donnerndem Geräusch. Mit Gewalt. Es ist anders als die anderen Nächte.

Heute Mittag und nachmittags gab es völlig überraschend  jeweils einen kurzen Regen, dicke Tropfen, die gerade als sie den Boden erreichten, schon wieder verdunstet waren. Im Januar! Mitten in der Trockenperiode! Normal ist das nicht.

Meine Gedanken gehen zurück. Nur kurz. An andere Orte, andere Brandungen, die hart und heftig gegen die Felsen am Strand anbrandeten,  nur um gleich wieder in Wüsten zu entgleiten. Nach Chihuahua.  Zu  den Tarahumara-Indianern. Heute erst hatte ich wieder gelesen, dass im Norden Mexikos um die zweieinhalb Millionen  Menschen unter einer schrecklichen Dürre leiden. Schon seit vielen Wochen. Die anhaltende Dürre wird den Grossteil ihrer Ernten zerstören. Hunderttausende…

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Schwere Unwetter in Mittelamerika

Kaum beachtet von den hiesigen Medien wurden bisher die schweren Unwetter in Mittelamerika.

Seit über einer Woche gehen heftige Regenfälle über ganz Mittelamerika nieder. Durch Erdrutsche und Schlammlawinen kamen bisher fast 100 Menschen ums Leben. El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua haben den Notstand ausgerufen.

Artikel aus taz.de vom 18.10.2011: www.taz.de/Folgen-des-Klimawandels